Wir haben uns das Mittwochsprojekt „Japanische Kunst“ angeschaut.

Dieses Projekt finden wir besonders interessant, weil es eine kleine Vorgeschichte hat: In der Winterprojektwoche in diesem Jahr wurde bereits das Projekt „Hallo Japan“ angeboten.

Um einen tieferen Einblick in das Projekt zu erhalten waren wir einen Vormittag dort, haben uns Bilder angeschaut und mit drei Schüler*innen sowie der Leiterin vom Projekt, Stephanie, geredet, die auch schon das Japan-Projekt geleitet hat.

Einige Bilder und die Interviews mit Stephanie und den Schüler*innen könnt ihr euch in diesem Artikel anschauen.

Viel Spaß!

Interview mit Schüler*innen

WARUM HAST DU DAS PROJEKT GEWÄHLT?

Schüler*in 1: Ich mag Stephanie gerne und liebe einfach Zeichnen und Malen. Und als ich dann von dem Projekt gehört habe dachte ich mir: Warum eigentlich nicht mal was Neues ausprobieren, statt immer nur so „normal“ zu zeichnen?

Schüler*in 2:,

Ich habe schon öfter versucht Manga zu zeichnen, aber hatte Probleme mit den Proportionen und genau so etwas kann man ja im Projekt üben.

WARST DU AUCH IM „HALLO JAPAN“ PROJEKT?

Schüler*in 1: Nein, ich war im Schreibprojekt. Da hat es mir zwar auch gefallen, aber ich glaube, ich mag Malen einfach lieber als Schreiben (lacht).

Schüler*in 2: Ja, das hat auch total Spaß gemacht, aber ich bin nicht zum Zeichnen gekommen, deswegen habe ich das Projekt „japanische Kunst“ gewählt.“

WAS MACHST DU AKTUELL?

Schüler*in 1: Ich habe eben eine Szene aus Totoro gemalt und finde eigentlich, dass es mir ganz gut gelungen ist.

Schüler*in 2: Ich male ein Bild im Manga-Stil, das wie ein Filmcover aufgebaut ist, also mehrere kleine Bilder von Personen, Gegegenständen und Landschaften in einem großen Bild.“

Schüler*in 3: Ich zeichne einen Pokemon.

(Zwischenfrage: BIST DU ZUFRIEDEN MIT DEINEN BISHERIGEN ERGEBNISSEN?)

Schüler*in 2: Ja schon

WAS GEFÄLLT DIR AN DEM PROJEKT?

Schüler*in 1: Dass uns so viel Freiraum gelassen wird. Wir können malen, was wir wollen und uns währenddessen auch unterhalten, und ich glaube, wir dürfen sogar Musik hören. So zu arbeiten macht einfach viel mehr Spaß, als wenn man so viele Vorschriften hat.

Schüler*in 2: Dass nicht nur gezeichnet,sondern auch erklärt wird, und das man vieles ausprobieren kann, wie z. B. Manga oder Kalligraphie.

Schüler*in 3: Ich finde es gut, dass es kein Unterricht ist (grinst).

HAST DU DAS GEFÜHL, DASS DU DICH SCHON VERBESSERT HAST?

Schüler*in 1: Ich habe gelernt, wie man Strukturen von zum Beispiel Bäumen realistischer malen kann und wie man Schatten setzt

Schüler*in 2: „Ja, z.B. bekomme ich die Proportionen von Manga-Figuren schon viel besser hin

Interview mit Stephanie

DU BIETEST JETZT ZUM ZWEITEN MAL ETWAS ZUM THEMA JAPAN AN. WAS FASZINIERT DICH SO AN DIESEM THEMA?

Also vor allen Dingen fasziniert mich daran, dass es die Jugendlichen so fasziniert.

Das war schon bei der Projektwoche so, als das Thema aufkam, dass wir dann plötzlich 40 Kinder hatten, die in dieses Projekt wollten.

WIE BIST DU AUF DIE IDEE GEKOMMEN, JAPANISCHE KUNST ALS PROJEKT ANZUBIETEN?

Am Ende der Projektwoche hatten wir noch lange nicht alle Themen zu unserem Projekt Japan bearbeitet und gerade bei japanischer Kunst waren da echt noch große Lücken, da wir eigentlich nur Manga und Anime ein bisschen angeschaut haben.

Und da ich so fasziniert von japanischer Kunst bin, hatte ich Lust, das weiterzuführen.

WIE SIEHT EIN NORMALER TAG IN DIESEM PROJEKT AUS? HABT IHR EINEN BESONDEREN ABLAUF?

Nein, haben wir nicht, aber oft versuche ich, am Anfang einen kleinen Input zu geben, also etwas zu zeigen.

Oft sind das Zeichnungen von den Schülerinnen und Schülern oder eben Sachen von Künstlern, heute habe ich zum Beispiel Farbholzschnitte gezeigt und letzte Woche haben wir eine Dokumentation über einen japanischen Regisseur geschaut und einen Teil von einem japanischem Anime.

Ich mache das, um den Kindern Ideen zu geben, was sie auch umsetzen könnten.

ICH HABE MICH EBEN UMGESEHEN UND DA SCHON SEHR VIELE SCHÖNE BILDER GESEHEN. HÄTTEST DU ERWARTET, DASS BEI DEM PROJEKT SO TOLLE ERGEBNISSE RAUSKOMMEN?

Ja, ehrlich gesagt schon (lächelt): Wir haben schon in der Projektwoche gesehen, dass viele Kinder sehr mit dem Thema Anime und Manga beschäftigt sind und es sehr, sehr viel üben, da einfach sehr viel Zeit für investieren und deshalb auch einfach sehr gut sind.

IST JAPANISCHE KUNST AUCH FÜR ANFÄNGER GEEIGNET?

Das finde ich eine sehr interessante Frage, denn die japanische Kunst, also gerade Manga und Anime sieht oft sehr niedlich, einfach und simpel aus und man denkt schnell: „Das kann ich auch, das sind ja nur ein paar Linien, ein rundes Gesicht, große Augen und dann hab ich es ja eigentlich“

Aber wenn man dann anfängt, es zu machen, dann merkt man, wie viel Wissen und Können dahintersteckt. Gerade weil es nur so wenige Linien sind, muss jede Linie sitzen, und das wird einfach total unterschätzt.

Deswegen finde ich, dass es nicht gut für absolute Anfänger geeignet ist, weil es gerade am Anfang einfach sehr frustrierend sein kann.

KÖNNTEST DU DIR VORSTELLEN, NOCHMAL EIN PROJEKT MIT DIESEM ODER EINEM ÄHNLICHEN THEMA ANZUBIETEN?

Ich finde es ganz interessant Kunst auf Regionen oder Länder zu beziehen. Ich hatte zum Beispiel schon mal eine Projektwoche mit Cory zum Thema Australien und haben wir uns auch Kunst der Aborigines angeguckt, insofern ja.

Dann vielleicht nicht Japan, aber es könnte ja auch ein anderes Land sein.