Ich heiße NOELLE und wohne am Meer in Frankreich. Meine Familie, also das sind meine Mutter MICHELLE, mein Papa HENRI und mein kleiner nerviger Bruder PIERRE, wohnt in einem Leuchtturm. 

Eines Morgens, es war ein schöner sonniger Ferientag, hörte ich plötzlich eine laute Sirene. Ich schreckte hoch und rannte im Schlafanzug die Treppen runter und nach draußen. Draußen vor dem kleinen Haus meiner Oma stand ein Krankenwagen. Gerade wurde meine Oma auf einer Trage in den Krankenwagen gehoben. Sie lag leblos da. Meine Mutter stand bestürzt in der Tür von Omas Haus. Ich ging zu meiner Mama und umarmte sie. „Na ja, sie war ja schon 96“, sagte Mama und eine kleine Träne rollte über ihre Wange. „Komm jetzt gehen wir erstmal frühstücken“, sagte ich und zog meine Mama mit nach drinnen. Mein Papa hatte bereits den Tisch auf der Terrasse gedeckt und wir setzten uns. Meine Mama machte die Augen zu und atmete die Meeresluft ein und lauschte dem Rauschen des Meeres. Das beruhigte sie meistens. Ich war eigentlich nicht so traurig, dass Oma Christine tot war, da ich sie nicht so gerne mochte. Wir haben uns oft gesehen, aber eigentlich nicht, weil ich zu ihr wollte, sondern weil ich ihr immer im Haushalt helfen musste: Müll rausbringen, fegen, spülen, aufräumen, Wäsche waschen … und das fast jeden Tag. Das hat ganz schön genervt!!

„Da Oma Christine ja jetzt tot ist, darf sich jeder etwas aus ihrem Haus aussuchen“, sagte Mama zwischen zwei Bissen. Als wir aufgegessen hatten gingen wir in Oma Christines Haus. Ich wusste schon was ich mir aussuchen würde. Seit ich denken konnte, fand ich die Kette mit dem Delphinanhänger, die schönste und wertvollste Kette der Welt. Delphine waren meine absoluten Lieblingstiere. Also nahm ich glücklich die Kette, dann noch einen Ring mit einem Delfin darauf und einen kleinen Spiegel, der mit Blumenranken umrahmt war. Als ich wieder raus gehen wollte, sah ich einen Brief auf der Fußmatte liegen. Ich hob ihn auf und staunte nicht schlecht. Auf dem Brief stand:      

                                              An NOELLE CHEVALIER.                                                                            „Wahrscheinlich ist es wieder mal ein Brief, wo drin steht, was ich alles machen soll: Wäsche waschen! Schwarz: Kurzwäsche 60C°, Rot …..“ dachte ich. Also ich nahm den Brief mit in mein Zimmer. In meinem Zimmer angekommen, legte ich den Brief in meine Krimskrams-Schublade und schob die Schublade ZU. 

Die Schublade blieb genau 51 Stunden ZU. 

Bis ich an einem sehr heißen Tag, eine große Büroklammer suchte, um meine selbstgemalten Bilder zusammen zuheften. Ich fand sie in meiner Krimskrams-Schublade und stieß dabei auf den Brief von Oma Christine. Zu meinem Erstaunen war der Brief mit kleinen Wellen, Muscheln und Seesternen umrahmt. Jetzt wurde ich neugierig. Ich holte den Brief aus der Schublade und guckte ihn mir genauer an.

Oma Christine schrieb mir nie solche Briefe, sondern benutzte immer nur weißes und kaputtes Briefpapier. Ich machte den Brief vorsichtig auf. In dem Briefumschlag lagen eine Feder (zum Schreiben), ein Rezept und ein kleiner Brief. Ich holte alles aus dem Briefumschlag und legte mich damit auf mein Bett und las. Auf dem Brief stand:

Das war typisch Christine. Wortkarg und unfreundlich.

Jetzt guckte ich mir neugierig das Rezept an. Auf dem Papier waren wie auf dem Briefumschlag, Wellen, Muscheln und Seesterne darauf.

Es stand darauf: ist aber ein ungewöhnliches Rezept, dachte ich, als ich zu Ende gelesen hatte. Na ja, Christine war ja auch ungewöhnlich, beruhigte ich mich. Aber wozu braucht man das Rezept eigentlich?, fragte ich mich. Ich guckte auf dem Rezept nach, da stand es nicht. Auf dem Brief stand nur, dass das Rezept nur im Dunkeln funktioniert. Also es hilft alles nichts, ich muss wohl oder übel das Rezept ausprobieren, sagte ich mir. Mein Vater hatte eine Meerestiersammlung. Er sammelte alles was er im oder am Meer fand. Vielleicht könnte ich mir ein zwei Sachen ausleihen. Jetzt wollte ich erstmal schlafen.   

Am nächsten Morgen wachte ich sehr früh auf. Auf meinem Wecker stand 6:47Uhr. Ich ließ mich zurück in mein Bett fallen und versuchte wieder einzuschlafen, aber ich hatte die ganze Zeit das geheimnisvolle Rezept im Kopf. Also stand ich auf und zog mich an. Ich ging runter und überlegte was ich machen könnte: den Tisch decken konnte ich noch nicht, dafür war es viel zu früh; Lesen, Nein; Ffernsehen? Darf ich nicht. Ich grübelte so lange, bis es Zeit war den Tisch zu decken. Beim Tisch decken überlegte ich, ob ich Mama und Papa von dem Rezept erzählen sollte. Ich entschied mich dagegen. Als ich gerade den Kaffee kochte, kam mein Vater runter. „Schon so früh auf?“, fragte er. „Ja, ich konnte nicht mehr schlafen, weil …weil, ähm die Sonne so hell war. Ja, genau“. Mein Papa und ich setzen uns an den Tisch und redeten und redeten. Wir redeten über das Wetter, das im Moment so heiß war und dass wir mal wieder schwimmen gehen sollten. Ich fragte so ganz nebenbei, wann die nächste Vollmondnacht war. Er antwortete: „In vier Tagen“. Zum Glück hakte er nicht weiter nach, warum ich ihn gefragt hatte. Irgendwann kamen auch meine Mutter und mein Bruder runter. Wir frühstückten und besprachen was wir heute machen wollten. Mama und Pierre wollten schwimmen gehen und Papa wollte heute neue Rezepte ausprobieren. Ich log, dass ich noch Hausaufgaben für die Ferien aufhatte. Also machten alle das, worauf sie Lust hatten. Ich ging in mein Zimmer und guckte auf das Rezept. Ein Löffel Miesmuschelfleisch stand da im Rezept. Die Zutat war einfach zu beschaffen. Miesmuscheln gab es am Strand tonnenweise. Also lief ich an den Strand und holte zwei

Miesmuscheln (einen Löffel). Unten auf dem Rezept stand: „Alles zusammen in eine Riesenmuschelschale geben und mit einer Schwertmuschel gut vermischen.“  Also brauchte ich eine Riesenmuschelschale. Bestimmt hatte mein Vater eine. Ich schlich leise zum Meereslabor, wie es mein Vater nannte. Die Tür war angelehnt und ich schlüpfte hinein. Ein salziger Meeresgeruch schlug mir ins Gesicht. Ich sah mich um. An allen Wänden standen Schränke und Werkbänke. Ich war noch nie hier drin gewesen. Mein Vater hatte es mir strengstens verboten. Neben mir stand eine Vitrine, die mit Seeigeln in allen Farben, Formen und Größen gefüllt war.

Dann lief ich an Muscheln, Seesternen und Korallen vorbei. An der Decke hing sogar eine ausgestopfte Muräne, die mich mit ihrem scharfen Zähnen und kaltem Blick anglotzte. Ich schaute schnell weg und konzentrierte mich auf die Suche nach der Riesenmuschel. Aber wo konnte sie sein? Ich suchte überall. Vergebens. Es gab nur noch eine Möglichkeit:                                                       DER ABGESCHLOSSENE SCHWARZE GRUSELIGE KASTEN.

Vor dem schwarzen Kasten hing ein großes Vorhängeschloss. Bestimmt war da eine Riesenmuschel drin. Mein Vater hatte mir mal erzählt, dass die Riesenmuscheln ein Vermögen wert waren. Es hilft alles nichts, ich muss den Schlüssel suchen,sagte ich zu mir. Also suchte ich den Schlüssel: in Schubladen, Kästchen mit Haifischzähnen, unter den Seeigeln (Aua),

in den Schränken- einfach überall. Enttäuscht, starrte ich an die Decke und sah zu der Muräne, die mich immer noch von oben mit offenem Maul anglotzte. “Starr mich nicht so blöde an, du hässliche Spaghetti“, fauchte ich sie an. Doch da sah ich plötzlich etwas Goldenes in ihrem fiesen Maul blitzen. War das der Schlüssel?Aufgeregt holte ich einen Stuhl, kletterte darauf und sah der Muräne direkt ins Maul. „Jaaa, der Schlüssel“, entfuhr mir ein Jubelschrei. Sofort schlug ich mir mit der flachen Hand vor den Mund, um nicht erwischt zu werden. Aber wie soll ich an den scharfen Zähnen vorbei kommen und den Schlüssel herausbekommen? Da fiel mir die Büroklammer in meiner Hosentasche ein. Ich bog sie zu einem Haken und angelte damit den Schlüssel aus dem Muränenmaul. Gespannt steckte ich ihn in das Schlüsselloch des Vorhängeschlosses und drehte ihn um. „Ja, er passt“, jubelte ich und schlug mir wieder schnell auf den Mund. Ich machte die Klappe auf und da lag auf einem Seidenkissen gebettet die RIESENMUSCHEL! Sie leuchtete in rot, gelb, grün und blau. Ich nahm sie vorsichtig und trug sie in mein Zimmer. In meinem Zimmer angekommen, schloss ich sorgfältig die Tür ab. Ich legte das Muschelfleisch in die Riesenmuschel, nahm mir die Schwertmuschel, die mir mein Vater mal geschenkt hatte und zermatschte alles sorgfältig.

Als Nächstes ging ich abermals an den Strand und holte mir einen Löffel Meeresschaum, wie im Rezept beschrieben. Ich mischte den Meeresschaum zu dem Miesmuschelfleisch und las weiter: ein Seesternarm (zermatscht)Gab es nicht im Meereslabor welche?, fragte ich mich. Bestimmt! Also ging ich wieder zum Meereslabor. Aber diesmal war ich so schlau und merkte mir die restlichen Zutaten des Rezeptes, so konnte ich alles zusammensuchen, was es im Meereslabor gab und kehrte mit einem Seesternarm, zwei Fischschwänzen, drei Krabbenzangen, vier Seepocken und zwei Muränenzähnen zurück. Jetzt fehlten nur noch das Meereswasser und die Tintenfischtinte. Also ging ich zum dritten Mal zum Strand und füllte fünf Tropfen Wasser in ein Glas. Aber wie kam ich an die Tintenfischtinte? „Ja genau, ich habe es“, rief ich. „ Was hast du?“, fragte eine sehr bekannte Stimme. Ich drehte mich um und da standen Mama und Pierre. Och nö, die konnte ich jetzt nicht so gar nicht gebrauchen. „Ähm ja, mir ist gerade nur wieder eingefallen, dass … dass ich mal gerne wieder schnorcheln gehen möchte“, antwortete ich. „Super dann können wir ja zusammen schnorcheln gehen“, rief Pierre erfreut. „Ich hole nur schnell meine Schnorchelsachen“, nuschelte ich und lief in Richtung Haus. Ich lief in mein Zimmer und nahm meinen Neoprenanzug, meine Flossen, die Taucherbrille und den Schnorchel aus der Schublade. Außerdem nahm ich noch eine Pipette für die Tintenfischtinte mit. Dann ging ich wieder zum Strand. Am Strand angekommen schlüpfte ich so schnell ich konnte in meinen Neoprenanzug, zog Taucherbrille und Flossen an und watschelte ins Wasser. „WARTE“, rief Pierre und kam ins Wasser gerannt. Er spritzte mich nass, ich spritzte natürlich zurück. Und so ergab sich eine lustige aber heftige Wasserschlacht.

Am Ende habe ich die Wasserschlacht gewonnen und mein Bruder zischte ab. Jetzt wollte ich einen Tintenfisch suchen gehen, aber, oh nein, ich hatte bei der Wasserschlacht die Pipette verloren. Eine Zweite hatte ich nicht. Also musste ich die Pipette suchen. Ich suchte und suchte, bis ich nach einer halben Stunde endlich die Pipette im Seetang gefesselt am Strand fand. Wahrscheinlich war sie angeschwemmt worden. Endlich konnte ich auf Tintenfischjagd gehen. Naja, eigentlich wollte ich ja keinen Tintenfisch fangen, sondern ihn nur erschrecken und dann die Tinte einsammeln. Also schnorchelte ich los und suchte zwischen den Steinen nach Tintenfischen. Nach einer Viertelstunde hatte ich Glück und entdeckte hinter in einer kleinen Mulde einen Tintenfisch. Wie ein Pfeil schoss ich auf den Tintenfisch zu. Der erschreckte sich und sprühte sehr, sehr viel Tinte, sodass ich meine Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Schnell füllte ich die Pipette voll mit Tintenfischtinte. Erschöpft aber glücklich schwamm ich ans Ufer, zog meinen Neoprenanzug aus und rannte in mein Zimmer zurück. Ich füllte die Tinte zu den anderen Zutaten in die Riesenmuschel und rührte so lange um, bis meine Arme wehtaten. Dann versteckte ich die Riesenmuschelpampe in meinem Geheimversteck, einer kleinen Höhle am

Fuße des Leuchtturmes. Keiner wusste von dieser Höhle, weil ich sie immer sorgfältig mit einem großen Stein verschloss, so dass keiner ahnte, dass es dort eine kleine Höhle gab. Und jetzt hieß es warten. Vier ganze Tage!!! Ich war aufgeregt und meine Gedanken kreisten immer wieder um mein Geheimnis. Ich versuchte zu lesen, doch ich konnte mich nicht konzentrieren, weil ich immer wieder an die Muschel dachte und gespannt war, was an Vollmond passieren würde. Dann lief ich unruhig am Strand herum. Diese blöde Zeit wollte einfach nicht umgehen. Meine Mutter rief mich ein paar Mal, doch ich hörte sie nicht. Sie schimpfte, wo ich mit meinen Gedanken sei und ließ mich mit den Worten „Mit dir ist ja in den letzten Tagen gar nichts anzufangen“ in Ruhe.

Endlich waren vier quälend laaaaange Tage vergangen. Es wurde langsam dunkel und man sah schon wie der Vollmond den Strand schwach beleuchtete. Ich schlich mich aus dem Haus und lief auf leisen Sohlen an den Strand. Vorsichtig holte ich die Muschel aus meinem Versteck und bettete sie in den weichen Sand. Dann lief ich zurück ins Haus. Meine Eltern und mein Bruder hatten nichts gemerkt, ich setzte mich mit zu ihnen an den Tisch und wir aßen zusammen Abendbrot. Dann ging ich todmüde auf mein Zimmer und machte mich bettfertig. Ich hatte in den letzten Nächten vor Aufregung kaum geschlafen und so schlief ich direkt ein und träumte:

Dass ich LUCIE HAIFISCHZAHN, DER SCHRECKEN DER SIEBEN WELTMEERE war. „Schiff in Sicht!!“, rief Enzo vom Ausguck herunter. „Anker lichten, Kanonen laden, alle Säbel zum Kampf bereit, ENTERN!!!!!!“ schrie Kapitän Blutwurst. Der Enterhaken lag schon bereit; ich nahm ihn und warf ihn zum anderen Schiff hinüber und griff nach dem Seil und wollte mich hinüber schwingen, doch das Seil glitt mir aus den Händen und ich fiel. Die Haie rissen ihre Mäuler auf und…                                                                                                           ich landete unsanft auf dem Boden in meinem Zimmer. Erschrocken sprang ich auf und  sah auf meinen Wecker. 23:55 Uhr! Fünf Minuten vor Mitternacht. Jetzt erst bemerkte ich, warum mich mein Bett aus dem Traum geworfen hatte. Ein ungewöhnlicher heller und silbriger Lichtschein fiel an meine Zimmerdecke. Aufgeregt lief ich an mein Fenster und sah, dass das helle Licht direkt aus der Riesenmuschel kam. Schnell rannte ich an den Strand. Als ich die Muschel erreicht hatte, sah ich wie der Lichtstrahl sich von meinem Fenster in Richtung Meer bewegte. Ich hielt sie Luft an und sah staunend wie der Lichtstrahl das Meer erreichte. Das Meer schimmerte silbrig. Es schienen Tausende Sterne auf dem Wasser zu schwimmen. Das sah wunderschön aus. Plötzlich hörte ich merkwürdige Geräusche und erschrak. Im Wasser schien sich etwas zu bewegen. Was war das? Etwas sprang aus dem Wasser. Ich fuhr zusammen und machte einen Schritt zurück. Vom Meer ertönte eine Stimme: „Hab keine Angst“, rief sie. „Ich bin Tutu.“ Ich konnte es nicht glauben. Im Meer vor mir schwamm ein süßer kleiner Delphin und sprach mich an: „Wir beide haben ein Geheimnis. Du hast es geschafft, das Rezept herzustellen, um mich in Vollmondnächten zu rufen. Ich freue mich sehr dich kennenzulernen, Noelle. Deine Oma hat mir schon viel von dir erzählt. Komm doch zu mir ins Meer und spiel mit mir.“ Ich zögerte kurz, dann zog ich meinen Schlafanzug aus und ging in Unterwäsche bis zu den Knien ins Meer. Tutu macht vor Freude keckernde Laute und stupste mich freundlich mit der Nase an. Ich streichelte den Rücken des kleinen Delphins und merkte, wie mir warm ums Herz wurde. Ich traute mich weiter ins Wasser und lachte als mir Tutu durch die Beine schwamm und mich mit der Schwanzflosse nass spritzte. Tutu umkreiste mich mehrmals und rief frech: „Komm doch endlich rein oder kannst du nicht schwimmen?“. Ich ließ sich mit einem lauten PLATSCH ins Wasser fallen und schwamm zu Tutu. Wir schwammen zusammen: Mal schwamm ich unten und Tutu lag oben drauf und mal anders herum. Manchmal ließen wir uns auf dem Rücken treiben und guckten die Sterne an oder wir schwammen wir einfach nur Hand in Flosse durchs Meer. Am Ende ließ ich mich sogar von Tutu durchs Meer ziehen. „Schneller“, rief ich und dann schwamm Tutu so schnell, dass es in meinem Bauch kribbelte. Es war sooooooo schön mit Tutu, dass wir gar nicht gemerkt hatten, wie schnell die Zeit vergangen war. Es war kurz vor Sonnenaufgang und der Himmel

färbte sich schon rosa. „Unsere Vollmondnacht ist jetzt vorbei. Ich muss leider zurück nach Hause“, sagte Tutu traurig. Erst jetzt merkte ich, wie ich Tutu in mein Herz geschlossen hatte. Traurig umarmten wir uns und ich ging schweren Herzens an Land. Zum Abschied spritzte mich Tutu keckernd mit einer kleinen Fontäne nass. Ich musste kichern, so kitzelten mich die kleinen Wassertropfen. „Komm mich nächste Vollmondnacht BITTE wieder besuchen“, rief ich Tutu hinter und sah ihr nach bis sie nur noch ein kleiner Punkt am Horizont war.

von Feli als freie Mitarbeiterin